Der Glaube ist ein Geschenk Gottes und kann uns im Alltag stärken.

Gerda Weiss wurde 1941 in dem winzigen Ort Mosborn im Spessart, in der Nähe von Bad Orb, geboren. Ihr Vater war Förster, und trotz des Krieges verbrachte sie zusammen mit ihren drei Brüdern eine frohe Kindheit auf dem Land.

Leider waren in dieser ländlichen Gegend die weiterführenden Schulen nur sehr schwer zu erreichen, so dass Gerda schon mit 12 Jahren ins Internat nach Aschaffenburg zog, um dort bei den Nonnen des Maria Ward Ordens ihre Mittlere Reife zu machen. Das war kein leichter Schritt, aber ein sehr wichtiger für ihre Selbstständigkeit und ihr weiteres Leben.

Mit dem Schulabschluss in der Tasche, machte sich Gerda Weiss auf den Weg nach London, wo sie im Zentrum der Großstadt als Aupair bei einer Familie arbeitete. Ein weiterer Auslandsaufenthalt in Paris und Südfrankreich schloss sich an. Die erworbenen Sprachkenntnisse bildeten eine gute Grundlage für den Besuch der Berlitz-Schule in Frankfurt, wo sich Frau Weiss als Wirtschaftsdolmetscherin ausbilden ließ. Ihre erste Stelle fand sie bei der Deutschen Bank in Frankfurt. Es folgten Stellen an verantwortungsvollen Posten in der Schweiz und in Berlin.Sie erinnert sich sehr gern an diese Jahre, die sie als aufregend und lehrreichin Erinnerung hat.

1967 heiratete Frau Weiss ihren Ehemann Lothar. Ihre Töchter Constanze und Cornelia wurden 1968 und 1972 geboren. Zwischen diesen Jahren war Gerda Weiss kurze Zeit bis zur Geburt ihrer Tochter Cornelia bei der Firma Schunk in Heuchelheim tätig. Bis 1984, als Gerda Weiss wieder in den Beruf in einem internationalen Unternehmen einstieg, widmete sie sich ganz der Familie, und sie ist froh darüber, dass sie sich diese Zeit genommen hat. Heute sagt sie, dass die Bedeutung der Mütter für die Familie oft verkannt wird und viel mehr Wertschätzung verdient.

“Gott ist für mich Quelle des Vertrauens und es macht mir Mut, zu wissen, er ist immer da.”
Gerda Weiss

Schon als junges Mädchen war Gerda Weiss ihr Glaube sehr wichtig. Er ist für sie Quelle des Vertrauens und es macht ihr Mut zu wissen, dass sie in allen Lebenslagen nichts trennen kann von der Liebe Gottes. Frau Weiss engagiert sich ehrenamtlich in der Kirche als Küsterin, Lektorin und Kommunionhelferin, und seit 37 Jahren hilft sie bei den Sternsingern, eine Aktion, die sie 1982 nach Heuchelheim und Kinzenbach brachte. Es ist maßgeblich ihrem Engagement zu verdanken, dass die Sternsinger vor Ort nicht mehr wegzudenken sind. Mit Blick auf die Flüchtlingsproblematik sagt Frau Weiss, dass die Menschheitsgeschichte uns lehrt, dass Menschen in Not mit unser aller Hilfe einen Platz in der Welt finden können. Überall, wo wir hingestellt werden, können wir mit kleinen Schritten Gutes bewirken.